Anerkennung anderer Ausbildungen

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  • Hey, ich habe 2002 meine Ausbildung zu Justizvollzugsbeamten abgeschlossen. Ich möchte gerne nebenbei im Wachdienst arbeiten. Mein Arbeitgeber hat grünes Licht gegeben. Die Frage ist, ob ich mir die Sachkunde anerkennen lassen kann. Habe jetzt pauschal für Schließer nichts gefunden. Ich kenne ein paar SchuPos, die sich das anerkennen lassen haben. Freue mich über Hilfe. Gruß

  • Hallo.


    Nicht nur eine Idee, sondern auch eine konkrete Antwort. Eine Ausbildung im mittleren Justizvollzugsdienst erfüllt grundsätzlich den „Befreiungstatbestand“ nach der Bewachungsverordnung (§5), d.h. diese Ausbildung ersetzt die IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Ich habe bisher viele gute Erfahrungen mit nebenberuflichen Justizvollzugsbeamten im Sicherheitsdienst gemacht. Allerdings sollte eine Genehmigung vom Dienstherrn eingeholt werden. Soweit es sich um einfache Objektschutz-Aufgaben handelt, dürfte es eigentlich keine Probleme damit geben. Wofür man i.d.R. keine Genehmigung bekommt sind konfliktträchtige Tätigkeiten im Sicherheitsbereich (Citystreife, Kaufhausdetektive, Türsteher etc.).


    Im übrigen ist es nicht Ihre Aufgabe als Bewerber bzw. Mitarbeiter sich die Ausbildung anerkennen zu lassen, sondern einzig Aufgabe des Gewerbebetriebes welcher Sie bei der zuständigen Behörde anzumelden hat.


    Viele Grüße


    Kai Deliomini

  • Ja super :thumbsup: Vielen Dank für ihre Antwort. Das hilft mir sehr. Eine Frage habe ich aber noch. Ich muss mich also bei der IHK melden und einen Antrag stellen? Gibt es Anträge zum runterladen oder kann ich das formlos machen?

  • Nein, Sie müssen gar keinen Antrag stellen! Der Gewerbetreibende (also das Sicherheitsunternehmen) meldet Sie mit Vorlage eines Qualifikationsnachweises bei der zuständigen §34a-Behörde an. Dort wird festgestellt, dass Ihre Qualifikation einen Befreiungstatbestand erfüllt und Sie werden für den Einsatz im Sicherheitsgewerbe „genehmigt“. Das wars.


    Beste Grüße.


    KD